Endlich Juli!

Hallo Ihr Lieben,

zunächst einmal muss ich ganz tief seufzen und loswerden, dass ich hier mit verstopfter nase, brennendem hals und geschwollenem auge sitze und ganz schwer leidend bin. nein, so schlimm ist es wahrscheinlich gar nicht, aber ihr wisst ja wie das ist, wenn man sich eigentlich nur matschig und benebelt fühlt. und nein, ich habe mich nicht geprügelt und bin auch nirgendwo gegen gerannt, sondern habe lediglich ein gerstenkorn im auge, was sich für mich aber ganz merkwürdig anfühlt und mein unwohlsein noch verstärkt. naja, genug gejammert…es gibt schließlich auch gute nachrichten:

der june gloom ist vorbei (so wie es sich für anfang juli auch gehört) und wir haben können nun schon am frühen morgen in einen strahlend blauen himmel blicken und die sonne begrüßen. herrlich! die sonne ist schön warm und es weht immer ein angenehmes lüftchen, sodass man es echt gut aushalten kann und nicht vor lauter schwüle ganz gelähmt ist (was euch ja bekannt vorkommen dürfte). wärmer muss es gar nicht mehr werden, so kann es meinetwegen bleiben! gebe nun auch immer gut acht auf meine haut und kann stolz berichten, dass ich seit den letzten heftigen verbrennungen sonnenbrandfrei bin :-).

DAS ereignis der letzten bzw. vorletzten woche war ohne jede frage der tod von michael jackson. die neverland ranch ist ja direkt um die ecke und auch das krankenhaus in LA ist nicht wirklich weit entfernt. ihr könnt euch also vorstellen, was hier losgewesen ist. wie ein lauffeuer hat sich die nachricht verbreitet und ich kann nicht sagen, wie oft ich an dem kommenden wochenende thriller, black and white oder billie jean gehört habe. egal ob in den clubs oder bars, ob in den vorgärten in IV, in den geschäften oder im radio und fernsehen…michael jackson lief unermüdlich rauf und runter! mittlerweile hat es sich (zum glück) wieder etwas beruhigt und da unser kabelfernsehen gerade nicht funktioniert „muss“ ich wohl auch auf die nonstop-berichterstattung seiner beerdigung verzichten.

wenn ich darüber nachdenke, was mein persönliches highlight der letzten woche gewesen ist, dann war das wohl der independence day am samstag. gegen mittag haben wir uns bei nina getroffen, die mit zwei amerikanischen pärchen zusammen wohnt, und uns mit „beerpong“ und „kingscup“ aufgewärmt und auf den abend eingestimmt. ich weiß nicht, ob ich das schonmal geschrieben hatte, aber ganz IV ist verrückt nach „beerpong“. mit einem tischtennisball wird im doppel versucht, die in einer pyramide aufgebauten becher (natürlich mit bier gefüllt) der gegner zu treffen, natürlich mit dem einzigen ziel, so schnell wie möglich betrunken zu werden. ehrlichgesagt kann ich diesen hype nicht ganz nachvollziehen, weil ich das spiel nicht sonderlich spannend finde, aber naja…hier ist wiegesagt jeder auch noch nach dem 2948024. beerpongmatch feuer und flamme und man findet kaum ein appartment, das keinen beerpongtisch besitzt (ähhm ja, wir sind eine dieser ausnahmen). zurück zum independence day: gegen abend sind wir dann mit dem bus richtung downtown gestartet und haben schön gemütlich am strand auf das feuerwerk gewartet. der strand war schon ganz gut gefüllt und überall saßen grüppchen und familien mit gut gefülltem picknickkorb oder grill. dummerweise hatten wir bei dem schönen wetter tagsüber nicht daran gedacht, dass es abends ziemlich abkühlt und in unseren kurzen hosen und dünnen oberteilen dann mächtig gezittert und uns das feuerwerk herbei gesehnt. schade eigentlich, denn so konnten wir nicht richtig die wirklich tolle atmosphäre genießen. das warten hat sich dann aber gelohnt, denn das 20minütige feuerwerk war superschön und so nah, dass es jedes mal den anschein machte, als ob ein goldregen auf uns herabrieselte. alles natürlich begleitet von der patriotischsten amerikanischen musik, die ihr euch vorstellen könnt. nach dem feuerwerk haben dann alle leute fluchtartig den strand verlassen und sind die abgesperrte statestreet hinaufgelaufen. um uns nicht zu verlieren, haben wir also eine lange schlange gebildet und uns von der menge mitziehen lassen. unglaublich, wo auf einmal die ganzen menschen herkamen. irgendwie herrschte eine ganz besondere stimmung und es war ein unbeschreibliches gefühl mit der menschenmasse die beleuchtete state street hoch zu laufen. entgegen meine erwartungen, nun die ganze nacht auf ein taxi zu warten, haben wir recht zügig zwei cabs erwischt und dann den abend bei nina mit einigen partien „kingscup“ und jeder menge gelächter und guter laune ausklingen lassen.

nina hat übrigens nicht nur tolle mitbewohner, sondern auch einen hot tub, den wir in der letzten woche direkt mal ausgetestet haben. unter dem sternenhimmel in einem schön heißen whirlpool zu sitzen ist auf jeden fall nicht die schlechteste abendgestaltung. noch so eine sache, an die ich mich gewöhnen könnte.

aber auch wenn ich keinen whirlpool daheim habe und auch nicht ninas mitbewohner (was irgendwie sinn macht, denn sonst wären es ja meine), bin ich noch immer hochzufrieden mit meiner wohnsituation. am letzten mittwoch habe ich mit nidia und pam einen kochabend eingelegt. mit unserem selbst zubereiteten mahl haben wir es uns dann auf der couch gemütlich gemacht und ein filmchen geschaut, bevor wir der reihe nach pappsatt weggeduselt sind. heute wird zum ersten mal mein roomie hier übernachten und auch wenn sie ebenfalls sehr nett ist, hätte ich ehrlichgesagt nichts dagegen, wenn sie von meinem geröchel diese nacht so genervt ist, dass ich mein zimmer morgen abend wieder für mich habe. ja, doppelzimmer sind schon etwas anstrengend…da lob ich mir doch mein 10qm großes reich in münster :-).

morgen steht mein erstes quiz an und da ich mich im vorfeld nun nicht wirklich überarbeitet habe, hoffe ich mal, dass es keine böse überraschung gibt. donnerstag folgt dann das midterm und dann will noch ein paper bis anfang nächster woche geschrieben werden. das klingt nun wahrscheinlich nach mehr arbeit als es wirklich ist, habe meinen rhythmus inzwischen gut gefunden und versuche die lesesessions nach draußen oder an den strand zu verlegen, sodass es mir fast wie freizeit vorkommt.

so, das war es nun erstmal wieder von mir. wenn ich morgen wieder fit bin, steht eine runde soccer auf dem programm…ansonsten werde ich noch einmal einen ruhigen tag einlegen oder vielleicht downtown ein bisschen bummeln gehen.

wie immer schicke ich euch jede menge sonnenstrahlen,

eure Kathrin

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