Kam ein Sandwich geflogen…

Hallo Ihr Lieben,

nach einem Aha-Effekt heute morgen auf dem Fahrrad zur Uni (gibt es was herrlichers als bei strahlendem Sonnenschein morgens zur Uni zu radeln?),  in dem ich mal wieder daran erinnert wurde, was für ein wunderbares Leben ich hier im Moment führe, habe ich mein kleines Wochenendtief nun wohl endgütlig überwunden und bin heute wieder bestens gelaunt.

Wie ihr schon rausgehört habt, war mein Wochenende nicht ganz so prickelnd, was wohl hauptsächlich damit zu tun hatte, dass um mich herum alle Leute (aus den verschiedensten Gründen) ausgeflogen waren und ich mehr oder weniger 2 1/2 Tage für mich allein hatte. Im Grunde ist so ein bisschen Zeit für sich ja auch was tolles, das habe ich mir auch immer wieder versucht einzureden, aber zwischendurch habe ich mich dann doch irgendwie einsam und nicht so gut gefühlt. Naja, ich habe versucht, aus meinem Wochenende das Beste zu machen und am Samstag einen ganz entspannten Strandtag eingelegt. Leider war dieser Strandtag wohl einen Ticken zu lang, denn beim Blick in den Spiegel zuhause musste ich feststellen, dass ich es mal wieder geschafft hatte, mich in den unmöglichsten Mustern zu verbrennen (jaja, ich hätte mich beim letzten Eintrag nicht so sehr selbst loben dürfen). Bauch, Rücken und die linke Gesichtshälfte knallrot, am Hals die künstlerischsten roten Flecken und am Rücken ebenfalls ein lustiges gepunktetes Muster. Na bestens! Dementsprechend hat mir auch mein ganzer Oberkörper weh getan, sodass ich abends nicht mehr aus dem Haus bin, sondern mich in Aloe und meinen Bademantel gehüllt habe.

Für Sonntag hatte ich mir überlegt, eine kleine Fahrradtour zu machen. Nachdem es mich fast eine Stunde gekostet hat den richtigen Ausgangspunkt zu finden, bin ich dann auch durch richtige schöne Gegenden geradelt, habe mir downtown einen großen und super leckeren Smoothie gegönnt, bevor es wieder gen Uni ging. Insgesamt war ich so um die 5 1/2 Stunden unterwegs, was wohl nicht nur an mehreren gemütlichen Pausen lag, sondern auch damit zu tun hatte, dass mein Beachcruiser für Strecken, die länger als 10 Minuten sind, weniger gut geeignet ist. Tja, und da ich natürlich ein riesengroßer Glückspilz bin, habe ich auf meiner Tour drei mal (!!!) meinen Professor aus einem meiner Kurse getroffen. Beim ersten Mal konnte ich einer Konfrontation noch knapp entkommen (genau im richtigen Moment ist er von seinem Fahrrad abgestiegen, um irgendwelche Bekannten zu begrüßen), aber wenig später wurde ich dann doch zu ein wenig Smalltalk gezwungen. Ja, und nun dürft ihr mal raten, wo der gute Mann sich seinen Erfrischungstrunk geholt hat….genau, im gleichen Laden wie ich. Gut, dass es downtown nicht gefühlt 4z9840 Möglichkeiten gibt, sich etwas zu trinken zu kaufen. Nun denn, da ich ihn wirklich mag war das Ganze nicht wirklich so dramatisch wie ich es nun geschildert habe.

A propos Fahrrad…als ich am frühen Freitagabend auf meinem Fahrrad nach Hause fahre, werde ich ganz plötzlich feste am Hals getroffen. Gut erschrocken und im ersten Moment einfach nur froh, dass ich nicht vom Fahrrad gefallen bin, dreh ich mich um und sehe auf der Straße ein dickes, fettes Sandwich liegen. Und da habe ich auch schon den Geruch von Mayo und Zwiebeln in meiner Nase, die mir am Haaransatz kleben. Ich glaub, es gibt kaum eine Situation, in der ich mir blöder vorkam. Zu wissen, dass nun irgendwo um mich herum jemand  sitzt und sich wahrscheinlich schlapp lacht, ist nicht wirklich das beste Gefühl und fast schlimmer als irgendwelche Sandwichreste am Hals. Völlig perplex bin ich einfach weitergeradelt (was blieb mir auch anderes übrig) und habe mich gewundert, wer sein gutes Sandwich wohl für so eine „witzige“ Aktion opfert.

Springen wir mal zurück in die letzte Woche. Die fing wirklich miserabel an, denn mich hatte eine kräftige Erkältung erwischt und ein Gerstenkorn am Auge hat auch nicht wirklich zu meinem Wohlbefinden beigetragen. Am Montag und am Dienstag habe ich mich dann also mehr oder weniger durch den Tag geschleppt, aber Gott sei Dank ging alles schnell vorbei und ich fühl mich jetzt schon wieder komplett fit. Während ich nur die typische Erkältung hatte, lag Nina zwei Tage mit Fieber im Bett und wenige Tage später hatte sie auch ihren Mitbewohner angesteckt. Wie sich herausgestellt hat, soll dieser nun die Schweinegrippe gehabt haben, weshalb es wahrscheinlich ist, dass auch Nina eine abgeschwächte Form gehabt hat….ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Irgendwie erinnert es mich an meine zwei Malaria Diagnosen in Kenia, die ja letztenlich auch nur der größte Unsinn waren…vielleicht ist die ach so böse Schweinegrippe aber auch einfach gar nicht so dramatisch, wie die Medien sie dargestellt haben und die beiden waren tatsächlich betroffen. So lange hier nun nicht der Reihe nach alle erkranken, soll es mir eigentlich egal sein…

Wenn man die beiden Universitäten miteinander vergleicht, so fallen einem schon deutliche Unterschiede auf. Während die CSUEB ein buntes Mischmasch aus African American, Asian American, Latinos sowie White American war, ist das Bild an der UCSB trotz immer noch riesiger Diversität schon deutlich homogener. Hier findet man mehr Amis, die unserem Stereotyp entsprechen und zusätzlich viele Latinos, insbesondere Chicanos, kaum aber African oder Asian American. Außerdem lassen Unterschiede in Gewicht und Kleidung  deutlich die sozio-ökonomischen Unterschiede der Einzugsgebiete beider Universitäten erkennen. Das mag alles platt klingen, ist aber tatsächlich kaum zu übersehen.

Mit dieser fachmännischen Analyse 😉 verabschiede ich euch nun auch schon wieder…

Schicke euch viele liebe Grüße,

eure Kathrin

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