Halbzeit in Santa Barbara

Hallo Ihr Lieben,

wieder einmal verspätet bekommt ihr das 1 1/2 wöchentliche Update! In der letzten Woche standen also die Finals an. Ich muss zugeben, dass ich noch nie eine entspanntere Prüfungsphase erlebt habe. Es sich mit seinen Unterlagen auf dem Campus in der Sonne gemütlich zu machen, dabei einen leckeren Kaffee schlürfen und natürlich seine Mitschriften (mehr oder weniger konzentriert) durchzugehen…wenn das kein Luxus ist, dann weiß ich auch nicht! Ehrlich gesagt muss ich aber sagen, dass ich es fast ein wenig vermisse, intellektuell herausgefordert zu werden. Das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber es ist doch schon jedes Mal ein gutes Gefühl, wenn man daheim nach vier Wochen Lernstress die Prüfungen gut hinter sich bringt und richtig stolz auf sich sein kann! Naja, so weit die Theorie…wenn ich jetzt wählen könnte zwischen Prüfungsphase in Münster und Santa Barbara…ihr könnt euch wahrscheinlich denken, dass ich nicht eine Sekunde zögern und mich natürlich für die SommerSonneSonnenschein-Variante entscheiden würde :-)! Habe die erste Session dann auch erfolgreich abgeschlossen und ein A und sogar ein A+ abgesahnt! Bin dementsprechend zufrieden mit mir und dem Rest der Welt. Wenn ich euch jetzt erzähle, dass die zweite Session nochmal eine Spur entspannter (ja, das geht noch) wird, dann drehen mir zumindest die Fließigen und hart Arbeitenden unter euch vermutlich den Hals um ;-). Da ich in der Session B nur einen Kurs belege, sieht mein Studenplan wie folgt aus: Educational Psychology, Montag bis Donnerstag, jeweils von 2.00 bis 3.05! Puuuuh, ganz schön anstrengend, oder? Ein bisschen plagt mich aus diesem Grund auch das schlechte Gewissen, sodass ich (zumindest heute noch) ganz gewissenhaft 2 Stunden lang meine Readings gelesen habe!

Da mein letztes Final schon am letzten Mittwoch um 11 Uhr vorbei war, habe ich meine „Miniferien“ genutzt und bin am Donnerstag Mittag mit meinen Roomies Pam und Nidia nach LA gestartet. Um dem schlimmsten Feierabendverkehr zu entgehen, haben wir (nach erfolgreicher Taco Bell Suche…ich kann euch nur das Crunched Wrap empfehlen!!!) in Malibu eine schöne Strandpause eingelegt. So ganz ließ sich der Stau leider trotzdem nicht vermeiden, sodass es uns noch fast ein Stündchen gekostet hat bis wir abends bei Pam zu Hause in San Pedro eingetroffen sind. Ein eigenes sauberes und schön eingerichtetes (dazu noch kostenloses) Zimmer konnte dann doch irgendwie ein bisschen mehr als ein Gammel-Hostel am Hollywood Boulevard. Abends wollten wir uns dann „Public Enemies“ im Kino anschauen, mussten vor Ort aber feststellen, dass die Internetseite uns ein falsches Versprechen gemacht hatte und die letzte Vorstellung schon in vollem Gange war. Kurzerhand haben wir uns dann entschieden, uns stattdessen bei Johnny Rockets einen leckeren Milchshake zu gönnen, nach wenigen Minuten dann aber doch noch einmal umgeplant und einem McSundae den Vorzug gegeben. Haben uns dann ein nettes Strandplätzchen entschieden und dort noch eine Privatvorstellung eines kleinen Beziehungsdramas miterleben dürfen…definitv unterhaltsamer als jeder Kinofilm :-)!

Am nächsten Morgen haben wir uns in aller Frühe, aber mit einem Shoppingtag in Santa Monica vor Augen, aus dem Bett gequält.  Zu dritt sind wir dann ganz gemütlich durch die wirkliche schöne Fußgängerzone geschlendert und haben es uns gut gehen lassen. Nach 6 Stunden ging es dann (dank des nötigen Shoppingerfolgs) hochzufrieden wieder zurück zu Pam und ab unter die Dusche, denn abends wollten wir endlich einmal zusammen feiern kann. Da Pam noch keine 21 ist, ist das hier in Santa Barbara nie möglich gewesen, aber LA hat den ein oder anderen Underage-Club, sodass dem gemeinsamen Abtanzen nur noch ein erneuter Stau (um halb 11 abend!!!) und die Parkplatzsuche im Weg stand. Irgendwann standen wir dann aber (in einem etwas dubiosen Club) tatsächlich auf der Tanzfläche und konnten die Hüften schwingen. Schon komisch, aber irgendwie kam ich mir mit meinen 21 Jahren seltsam alt vor, denn 80% der Gäste waren dann doch irgendwie zwischen 18 und 19 Jahren alt. Mit vier Blasen unter den Füßen und schmerzenden Knien (die neuen Schuhe lassen grüßen) kam es uns dann aber auch gelegen, dass der Club um 2 Uhr die Schotten dicht gemacht hat. Nach einem kurzen Mitternachtsnack (Pams Mutter hatte diesen hervorragenden Applepie gemacht, dessen Reste dort einfach viel zu verlockend in der Küche rumstanden) sind wir dann gegen halb 4 in unsere Betten gefallen, um noch ein paar Stündchen Schlaf zu bekommen. Da Pam keine Kurse in Session B belegt und erstmal eine Weile in LA bleibt, wollten Nidia und ich nämlich mit dem Zug heimfahren und da Nidia gegen Mittag noch einen Termin hatte, bedeutete das für uns, dass wir schon um 9 Uhr am Bahnsteig zu stehen hatten. Auf der knapp dreistündigen Zugfahrt haben wir dann ein bisschen Schlaf nachgeholt, sodass wir gefühlt ruck zuck zurück in Santa Barbara waren. Den restlichen Samstag habe ich es mir auf dem Sofa mit einem Filmchen gemütlich gemacht und mich erst gegen Abend zu einem Strandlauf und schließlich zu einer neuen Marley House Party aufgerafft habe.

Am Sonntag stand dann ein Nachmittag am Strand und Dinner bei Ninas Mitbewohner auf dem Programm. Chad hatte Marle und mich eingeladen und uns vier (seine Freundin Leslie, Nina, Marle und mich) dann mit einem richtig guten Essen verwöhnt. Alles was wir zu tun hatten, war auf unserem Platz zu sitzen und uns seine vier Gänge schmecken zu lassen. Was für ein Luxus! Artischocke mit Aioli, knuspriges Brot mit getrockneten Tomaten, Mozarella, geröstetem Knoblauch und Karpern, selbstgemachte Gnocchis mit Wodkasauce und schließlich Organgen-Schokotrüffel! Köstlich! Daran könnte ich mich glatt gewöhnen! Im Gegenzug haben wir dann die Küche sauber gemacht…fragt mich nicht, was Chad dort angestellt hat, aber ich habe selten so ein Chaos gesehen. Naja, für dieses unverschämt gute Abendessen hätte ich so einiges getan ;-)…

Am Montag ist dann wiegesagt die neue Session gestartet und bisher geht es mir in meinem Kurs ein bisschen zu langsam voran. Immer wieder wird mir hier bewusst, wie wenig hier doch von den Studenten verlangt wird. Im Vergleich zu dem, was das Studium in Münster fordert, ist das hier echt gelacht! Aber gut, besser als wenn ich mich hier total überfordert fühlen würde!

Jetzt gleich kommt Nina Marle und mich mit ihrem neuen Auto (sie bleibt noch bis Dezember und ist seit letzter Woche stolze Besitzerin eines alten Toyotas!!!) zum Wasser kaufen, Sushi Essen und anschließender Vegas-Planung abholen!

So, dann lasst es euch mal ähnlich gut gehen! So langsam fehlt ihr mir daheim und ich kann mich schon wieder ein bisschen auf zuhause freuen :-)!

Viele liebe und (wie immer) sonnige Grüße,

Eure Kathrin

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