Heimweh, Abschied und ein Flugzeug auf dem Freeway

Hey meine Lieben,

nach dem anstrengenden Vegas Wochenende, musste Anfang der letzten Woche erst einmal der ein oder andere entspannte Fernsehabend eingelegt und insgesamt einen Gang runtergeschaltet werden. Hinzu kam, wahrscheinlich aufgrund der näherrückenden Heimreise, dass sich ausnahmsweise auch mal hin und wieder etwas Heimweh eingeschlichen hat, was natürlich nicht gerade eine belebende Wirkung hatte. Da kam es mir fast gelegen, dass am Donnerstag mein Midterm anstand und ich mir selbst einreden konnte, mich vorbereiten zu müssen. Stattdessen wurde die Zeit natürlich genutzt, um gnadenlos abzugammeln…

Gegen Donnerstagabend hatte ich mich  aber dann auch wieder soweit regeneriert, dass wir seit langem (äähm 3 Wochen) mal wieder downtown gehen konnten. Zum ersten Mal haben wir auf ein Taxi verzichtet und uns in den legendären Bill’s Bus gewagt, ein Linienbus, der wirklich bis oben hin mit Leuten gefüllt wird, bevor er mit lauter Partymusik den Freeway entlangheizt.

Nach einem langen herrlichen Strandtag am Freitag (und einem kleinen indianisch-künstlerischem Sonnenbrand an beiden Oberarmen…solche Muster wie ich bekommt sonst keiner hin) war abends eine der ersten Abschiedsparties (kombiniert mit zwei 21. Geburtstagen) angesagt. Dank jeder Menge André (ihr erinnert euch bestimmt, unser köstlicher 3 $ Champagner) war es ein richtig lustiger Abend, der…wie soll es auch anders sein…natürlich bei Freeb!rds endete. Passend zur Katerstimmung am Samstag hatte sich das Wetter in IV dann auch noch für Regen (!!!) entschieden, sodass es einem leicht gemacht wurde, in einer Mischung aus Selbstmitleid, Kopfschmerzen und Müdigkeit dahin zu vegetieren. Ein Film auf Ninas Couch und ein zeitlupenartiges Schlendern durch die Stadt war auch schon an der Grenze des Zumutbaren für uns…

Am Sonntag war es dann endlich so weit: Schon vor einigen Wochen hatten wir uns Karten für die Warped Tour in LA, sagen wir mal einem „Rock, Punk, Skater – Festival“, gesichert. Schon morgens ging es mehr als turbulent los:  Hätte Nina nicht mit einem verstimmten Magen absagen und der Leihwagen am Flughafen daher gecancelt werden müssen (da mit einer Person weniger auch Tammys Auto ausreichte) und hätte eine Taube nicht auf Marles Kopf geschissen, hätte Tammy aufgrund eines nächtlichen Unfalls nicht noch unbedingt eine Apotheke ansteuern müssen, ja und hätte der Drucker von den beiden irischen Mädels ihre Tickets auf Anhieb ausgedruckt und nicht noch ein Copyshop aufgesucht werden müssen…kurz gesagt, wären wir wie geplant und ohne große Verzögerung losgefahren, so wären wir wahrscheinlich das Auto gewesen, das sich auf dem Freeway plötzlich in einem Flugzeug wiedergefunden hätte! Aber da es ja zum Glück drunter und drüber ging, fanden wir uns lediglich für eine Stunde in einem Stau wieder, etwa 5 min von unserer Haustür entfernt. Und das obwohl mich der Kassierer bei Vons mich doch vorgewarn hatte  (ich habs wohl irgendwie geahnt, als ich mich an diesem Morgen unüblicherweise auf Smalltalk eingelassen habe)! Da aber keine Radiostation weit und breit von diesem Vorfall berichtete (und wir abgesehen davon ohnehin keine andere Route gewusst hätten), sind wir, den Stau vor Augen, trotzdem auf den Freeway aufgefahren. Dank Twitter wussten wir dann wenige Minuten später, dass der gute Mann weder gescherzt noch ich ihn falsch verstanden hatte und tatsächlich eine kleine Maschine auf dem Freeway notgelandet war. Naja, gegen halb 3 sind auch wir dann endlich auf dem Festival eingetroffen und haben bei brüllender Hitze und guter Musik die Festivalstimmung genossen. Nach 6 Stunden Herumgehopse und 2 Stunden Rückfahrt bin ich schließlich total kaputt (und stinkend wie ein Otter) in mein Bett gefallen! So ein Festival unter freiem Himmel setzt auf jeden Fall eine ganze Menge Glückshormone frei und lässt einen vergessen, dass man wahnsinnigerweise für ein kleines bisschen gute Livemusik freiwillig bei viel zu hohen Temperaturen eng gedrängt zwischen klitschnass geschwitzten Menschen steht und sich herumschubsen lässt ;-).

Heute hat dann schon meine drittletzte Woche angefangen…wenn das Wetter mitspielt, werde ich jede Menge Zeit am Strand verbringen und so viel Sonne wie möglich  für den deutschen Herbst und Winter speichern…

Bis bald!

Eure Kathrin

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