Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Entspannung

Juni 1, 2010

Demnächst werde ich mir mal eine Anleitung für das autogene Training besorgen, das soll wirklich gut zur Entspannung sein und sehr beruhigen und ausgleichen wenn man es denn mal gelernt hat und es fleißig übt

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Heimweh, Abschied und ein Flugzeug auf dem Freeway

August 25, 2009

Hey meine Lieben,

nach dem anstrengenden Vegas Wochenende, musste Anfang der letzten Woche erst einmal der ein oder andere entspannte Fernsehabend eingelegt und insgesamt einen Gang runtergeschaltet werden. Hinzu kam, wahrscheinlich aufgrund der näherrückenden Heimreise, dass sich ausnahmsweise auch mal hin und wieder etwas Heimweh eingeschlichen hat, was natürlich nicht gerade eine belebende Wirkung hatte. Da kam es mir fast gelegen, dass am Donnerstag mein Midterm anstand und ich mir selbst einreden konnte, mich vorbereiten zu müssen. Stattdessen wurde die Zeit natürlich genutzt, um gnadenlos abzugammeln…

Gegen Donnerstagabend hatte ich mich  aber dann auch wieder soweit regeneriert, dass wir seit langem (äähm 3 Wochen) mal wieder downtown gehen konnten. Zum ersten Mal haben wir auf ein Taxi verzichtet und uns in den legendären Bill’s Bus gewagt, ein Linienbus, der wirklich bis oben hin mit Leuten gefüllt wird, bevor er mit lauter Partymusik den Freeway entlangheizt.

Nach einem langen herrlichen Strandtag am Freitag (und einem kleinen indianisch-künstlerischem Sonnenbrand an beiden Oberarmen…solche Muster wie ich bekommt sonst keiner hin) war abends eine der ersten Abschiedsparties (kombiniert mit zwei 21. Geburtstagen) angesagt. Dank jeder Menge André (ihr erinnert euch bestimmt, unser köstlicher 3 $ Champagner) war es ein richtig lustiger Abend, der…wie soll es auch anders sein…natürlich bei Freeb!rds endete. Passend zur Katerstimmung am Samstag hatte sich das Wetter in IV dann auch noch für Regen (!!!) entschieden, sodass es einem leicht gemacht wurde, in einer Mischung aus Selbstmitleid, Kopfschmerzen und Müdigkeit dahin zu vegetieren. Ein Film auf Ninas Couch und ein zeitlupenartiges Schlendern durch die Stadt war auch schon an der Grenze des Zumutbaren für uns…

Am Sonntag war es dann endlich so weit: Schon vor einigen Wochen hatten wir uns Karten für die Warped Tour in LA, sagen wir mal einem „Rock, Punk, Skater – Festival“, gesichert. Schon morgens ging es mehr als turbulent los:  Hätte Nina nicht mit einem verstimmten Magen absagen und der Leihwagen am Flughafen daher gecancelt werden müssen (da mit einer Person weniger auch Tammys Auto ausreichte) und hätte eine Taube nicht auf Marles Kopf geschissen, hätte Tammy aufgrund eines nächtlichen Unfalls nicht noch unbedingt eine Apotheke ansteuern müssen, ja und hätte der Drucker von den beiden irischen Mädels ihre Tickets auf Anhieb ausgedruckt und nicht noch ein Copyshop aufgesucht werden müssen…kurz gesagt, wären wir wie geplant und ohne große Verzögerung losgefahren, so wären wir wahrscheinlich das Auto gewesen, das sich auf dem Freeway plötzlich in einem Flugzeug wiedergefunden hätte! Aber da es ja zum Glück drunter und drüber ging, fanden wir uns lediglich für eine Stunde in einem Stau wieder, etwa 5 min von unserer Haustür entfernt. Und das obwohl mich der Kassierer bei Vons mich doch vorgewarn hatte  (ich habs wohl irgendwie geahnt, als ich mich an diesem Morgen unüblicherweise auf Smalltalk eingelassen habe)! Da aber keine Radiostation weit und breit von diesem Vorfall berichtete (und wir abgesehen davon ohnehin keine andere Route gewusst hätten), sind wir, den Stau vor Augen, trotzdem auf den Freeway aufgefahren. Dank Twitter wussten wir dann wenige Minuten später, dass der gute Mann weder gescherzt noch ich ihn falsch verstanden hatte und tatsächlich eine kleine Maschine auf dem Freeway notgelandet war. Naja, gegen halb 3 sind auch wir dann endlich auf dem Festival eingetroffen und haben bei brüllender Hitze und guter Musik die Festivalstimmung genossen. Nach 6 Stunden Herumgehopse und 2 Stunden Rückfahrt bin ich schließlich total kaputt (und stinkend wie ein Otter) in mein Bett gefallen! So ein Festival unter freiem Himmel setzt auf jeden Fall eine ganze Menge Glückshormone frei und lässt einen vergessen, dass man wahnsinnigerweise für ein kleines bisschen gute Livemusik freiwillig bei viel zu hohen Temperaturen eng gedrängt zwischen klitschnass geschwitzten Menschen steht und sich herumschubsen lässt ;-).

Heute hat dann schon meine drittletzte Woche angefangen…wenn das Wetter mitspielt, werde ich jede Menge Zeit am Strand verbringen und so viel Sonne wie möglich  für den deutschen Herbst und Winter speichern…

Bis bald!

Eure Kathrin

„Vegas, BABY“ oder „Cody, Logan und ein Hoch auf den Nagellackentferner“

August 18, 2009

Nach mehreren kleinen Panikattacken, einen Trip nach Vegas zeitlich gar nicht mehr unterbringen zu können, war es letzten Mittwoch also soweit: Nach unseren Vorlesungen ging es gegen vier Uhr mit Marle, Nina und einem vollbepackten Cody, Ninas neuem Auto, also endlich Richtung Vegas! Nach etwa 150 Meilen meldete sich Cody, in der Vorwoche extra noch mit brandneuen Reifen (äähh Schuhen natürlich) ausgestattet, immer wieder zu Wort…sobald man im 5. Gang vom Gas ging, klang es als würde rechts unten etwas gegen den Unterboden klappern. Nach mehreren Telfonaten mit Ninas Mitbewohnern mussten wir erfahren, dass genau das gleiche Problem 2 Jahre zuvor der Grund für ein neues Getriebe gewesen war. Konnte das Getriebe nun schon wieder kaputt sein? Wusste der Verkäufer davon und hat Nina sich über den Tisch ziehen lassen? Machten wir noch mehr kaputt, indem wir einfach weiterfahren würden? Mit jeder neuen Frage und fehlenden Antwort wuchs die Anspannung im Auto und auch die Tatsache, dass Nina und Marle Cody so langsam in den Griff bekamen wirkte da nicht wirklich entspannend. Konnten wir uns mit diesem Auto am Freitag nochmal 280 Meilen Richtung Grand Canyon warten? Und würden wir überhaupt in Vegas ankommen, geschweige denn heil zurück nach Santa Barbara? Ihr könnt euch vorstellen, wie wir uns im Auto den Kopf zerbrochen haben. Mitten in der Wüste und bei einkehrender Dunkelheit war es wohl auch nicht die beste Idee, an einer der einsamen Minitankstellen anzuhalten und jemanden um Rat zu fragen. Also fuhren wir tapfer bis nach Vegas und erreichten gegen 1 Uhr Nachts dann auch endlich das Hard Rock Hotel, unsere Bleibe für die ersten zwei Nächte. Zumindest das Hotel war ein voller Erfolg: goldene Gitarren statt Türklingen, Kronleuchter aus Saxophonen und Lampen aus Becken sind nur einige Beispiele der echt tollen Aufmachung. Und weil man ja nicht alle Tage in Vegas ist, haben wir uns auch trotz der späten Stunde noch dazu entschlossen, uns fertig zu machen und das hoteleigene Casino zu testen. Nach einigen ersten Versuchen an den 1cent-Automaten und einem Gewinn von insgesamt 20$ ging es dann gegen 4 aber auch für uns ins Bettchen (wobei „chen“ hier wohl nicht so ganz angebracht ist…).

Am nächsten Morgen stand dann große Hotelschau auf dem „Strip“ auf dem Programm. Wir hatten in der Nacht zwar schon einen Vorgeschmack von den Temperaturen bekommen, aber die Hitze tagsüber machte uns dann doch mehr als zu schaffen. Bei über 40°C und einem Wind (ich habe ich wie in den Gebläsen von Kaufhauseingängen gefühlt) war jede neue Hotelklimaanlage das reinste Geschenk. Nach zahlreichen Hotels und gefühlten 34853 ausgeschwitzten Litern waren wir irgendwann so am Ende, dass wir nur noch wie in Trance den Las Vegas Boulevard entlang geschlurft sind. Ein Subway war schließlich die Rettung schlechthin, denn nach einem Foot-long Sandwich und einer großen Cola waren wir auf einmal sogar wieder in der Lage, unsere Umgebung wahrzunehmen. Nach einem letzten Fußmarsch zum Venetian (mein persönlicher Favorit: Gondeln und ein erstaunlich echt aussehender Himmel bescheren einem einen unglaublichen Auslflug nach Venedig), haben wir uns dann ganz dekadent ein taxi zurück zum Hotel gegönnt, denn dummerweise hatten wir bei der Hotelbuchung nicht realisiert, dass unser Hotel gar nicht auf dem Strip liegt. Während unserem Spaziergang durch die unerträgliche Hitze hatten wir uns schon mental auf eine Erfrischung im berühmt berüchtigten Pool unseres Hotels eingestellt und waren dementsprechend entsetzt als wir feststellen mussten, dass der Pool um 6 Uhr (genau 10 Minuten zuvor) geschlossen hatte. Welcher Pool in Vegas schließt denn bitteschön um 6 Uhr abends? Hallo? Nachdem wir unsere Fassung wieder gefunden hatten, waren wir uns schnell einig, die gewonnen Zeit für ein kleines Schläfchen zu nutzen. Halbwegs frisch und munter haben wir uns anschließend in Schale geschmissen und uns beim gamblen unten im Casino das Frühstück für den nächsten Morgen erspielt. In Bestlaune und per Taxi ging es dann zum MGM, wo wir uns nachmittags für einen Club auf die Gästeliste hatten setzen lassen. Und als ob wir nun nicht langsam einmal genug Pech gehabt hätten, wurde mein Führerschein nicht (wie versprochen) als ID akzeptiert und wir konnten (nachdem wir uns dort im Casino die Rückfahrt erspielt hatte) uns wieder auf den Weg zurück machen. Doof gelaufen! Leider waren ich auch die einzige, die motiviert genug war, um noch einmal zum Strip zu starten. Also wieder keine Partynacht in Vegas! Stattdessen wurde im Supermarkt gegenüber eine große Tüte Nachos und Käsesoße gekauft und auf dem Hotelzimmer ein leckerer Mitternachtssnack eingelegt, bevor es diesmal (wenn ihr mich fragt) vieeel zu früh um halb 2 ins Bett ging.

Da es ja nicht angehen konnte, dass wir zwei Nächte im Hard Rock Hotel verbracht haben, ohne den legendären Pool zu testen, war am Freitagmorgen frühes Aufstehen angesagt, denn vorher musste ja auch noch unser Chaoszimmer geräumt und unser ganzer Kram wieder in Koffern und Rucksäcken verstaut werden. Die 1 1/2 Stunden, die wir letztendlich am Pool hatten, waren aufgrund von Bauarbeiten an der Hotelfassade dann leider auch weniger entspannend als erhofft. Am Vortag hatten wir uns entschieden, Cody im Hotelparkhaus stehen zu lassen und ein Auto gemietet, dass uns nun sicher und ohne Bangen zum Grand Canyon bringen sollte. Nachdem wir Logan (ein richtig schicker und geräumiger Bursche) am Airport abgeholt hatten und uns von dem erspielten Geld bei Coco’s ein dickes amerikanisches Frühstück gegönnt hatten (leckere Blueberry-Pancakes mit Rührei und Bacon), wurde also Arizona (nach Kalifornia und Nevada nun mein dritter amerikanischer Staat ;-)) angesteuert. Da die Fahrt mal wieder länger als gedacht dauerte, mussten wir uns mit dem Sonnenuntergang in der Wüste anstelle des Sonnenuntergangs im Canyon begnügen. Gegen halb 9 abends erreichten wir schließlich unseren Campingplatz und mit Hilfe von Logans Vorderlicht stand unser Zelt in weniger als 3 Minuten! Nach mehreren Rückschlägen tat dieses Erfolgserlebnis richtig gut! Aber es sollte noch besser kommen, denn nach 2 weiteren Minuten saßen wir schon mit gegrillten Marschmellows (aufgespießt auf Zeltheringen), Baguette, Jalapeno-Brot, Tomaten, Möhren, Dip und einer Flache Bier unter einem wunderschönen Sternenhimmel (so viele Sterne habe ich noch nie gesehen) vor einem herrlich flackernden Lagerfeuer! Das ganze hatten wir Marles Eingebung zu verdanken, einfach mal eine halbe Falsche Nagellackentferner als Anzünder zu benutzen! Mädels on Tour, würd ich sagen ;-)! Da wir den Sonnenuntergang ja verpasst hatten, wollten wir uns nun am nächsten Morgen nun wenigstens den Sonnenaufgang anschauen! Wieso muss die Sonne nur immer so verdammt früh aufgehen? Nach 3 Stunden unruhigem Schlaf war unsere Nacht also um 4 Uhr morgens schon wieder vorbei. Irgendwie hatten wir nach 2 Tagen mitten in der Wüste die Temperaturen am Canyon unterschätzt, sodass wir beim Warten auf den Shuttle Bus gefroren haben wie schon lange nicht mehr. In kurzer Hose und mit nackten Füßen haben wir versucht, uns hinter einem kleinen Mäuerchen gegen den eisigkalten Wind zu schützen und uns so gut wie möglich gegen die Kälte zu verkrampfen. Gott sei Dank war die ganze Tortur aber nicht umsonst, denn der Sonnenaufgang mit Blick über den Canyon war einfach traumhaft schön. Was für ein Kontrastprogramm zum kunterbunten, lauten Vegas-Rummel! Zu Fuß haben wir dann noch einige weitere Aussichtspunkte abgeklappert, tausende Fotos geknipst und die Sicht über den faszinierenden Canyon genossen. Um halb 9 hat uns dann aber auch so langsam die Müdigkeit eingeholt, sodass wir uns wieder zum Zeltplatz begeben haben, das Zelt abgebaut und unser Auto bepackt haben und es uns noch für ein Nickerchen auf der großen Luftmatratze unter freiem Himmel gemütlich gemacht haben. Der Rückweg hat dann mal ausnahmsweise wie geplant geklappt, sodass wir gegen 6 endlich auf unserem Zimmer im Stratosphere Hotel (ja, der niedrigere Preis war offensichtlich…) ankamen. Tja, was kam uns entgegen als wir die Tür öffneten? Eine riesige Wolke kalter Zigarettenrauch! Wär ja sonst auch alles zu einfach gewesen…also wurde das Zimmer nach einer halben Stunde nerviger Warterei noch einmal gewechselt! Wenigstens hatten wir nun eine wunderbare Aussicht auf den Tower (Auchtung, Ironie!)…

In unserer letzten Nacht sollte dann partymäßig noch einmal alles gegeben werden. Leider hatte Marle sich entschieden, schlechte Laune zu haben, sodass ich es echt schwer hatte, mir meine Partylaune nicht verderben zu lassen. Beim Gamblen blieben wir leider ziemlich erfolglos und die Taxifahrt zum MGM (diesmal mit Reisepass im Gepäck) kostete uns aufgrund eines wahnsinngen Taxifahrers fast das Leben, aber schließlich fanden wir uns doch im Club wieder. Ich glaube nur, dass an diesem Abend kein Club den Ansprüchen genügt hätte, denn trotz guter und tanzbarer Musik und nicht mehr oder weniger gierigen Männern als sonst auch, hatte ich schon nach 1 1/2 Stunden keine Chance mehr, Marle und Nina umzustimmen. Wirklich schade, wenn man bedenkt, dass man ja nicht alle Tage in Vegas ist.. Ich hätte gerne wenigstens eine Nacht so richtig Gas gegeben und mir bis zum Morgengrauen die Seele aus dem Leib getanzt. Trotzdem hatte der Abend noch ein richtig tolles Highlight, denn zufällig war Sophie, die gerad die Summer Session an der UCLA macht, am gleichen Wochenende in Vegas und wir hatten uns im Club verabredet! Man war das toll, ein bekanntes Gesicht zu sehen! Und wie immer fühlte es sich so an, als wäre ich nie weggewesen und als wäre es vielleicht gerad mal ein paar Tage her, dass ich sie das letzte Mal gesehen habe! Schon lustig, dass wir zwei Münsteraner uns ausgerechnet in Vegas (!!!) wiedersehen! Aber wiegesagt ließen sich meine Mädels ja nicht mehr halten, sodass wir uns (aufgrund der noch frühen Stunde) zu Fuß auf den Weg zurück zum Hotel gemacht haben. Das tolle an Vegas ist, dass man auch noch mitten in der Nacht im Kleidchen über den Strip huschen kann, ohne auch nur annähernd zu frieren. Das weniger tolle ist, dass die Männer, die einem hinterherpfeifen und -schreien auf Dauer wirklich anstrengend werden und einfach nur noch nervtötend sind. Da meine Schuhe nicht die bequemsten waren, habe ich sie irgendwann ausgezogen und bin barfuß weitergelaufen. Zu dumm, dass das Hotel viel weiter entfernt war, als es den Anschein machte (den Stratosphere Tower konnte man schon von Weitem sehen) und ich letztendlich nicht nur mit pechschwarzen, sondern auch mit wundgescheuerten Füßen am Hotel ankam. Der lange Fußmarsch hatte uns hungrig gemacht und selten hat ein Chicken Burger und eine Pommes so gut geschmeckt wie in dieser Nacht! Nach dieser Stärkung und einer halben Stunde in der Badewanne, um wenigstens den gröbsten Dreck von meinen Füßen zu entfernen, sind uns nach 24 Stunden auf den Beinen dann auch innerhalb von 3 Sekunden die Augen zugefallen.

5 Stunden Schlaf waren natürlich kaum genug, um das Schlafdefizit der Nacht zuvor aufzuholen, aber das Vegas Schild und die Little White Chapel wollten noch aufgetrieben und Logan zurück zum Airport gebracht werden. Nach einer halben Stunde in der unerträglichen Mittagshitze wurde der erste Teil des Plans aber wieder verworfen, sodass wir uns mit einem Starbucks Coffee zum Frühstück auf den Weg zum Flughafen machten, Abschied von Logan nahmen und uns mit Cody auf den Rückweg wagten: Zitterpartie, No. 2! Cody blieb zunächst auch den Umständen entsprechend brav, aber dann machte uns der Verkehr einen Strich durch die Rechnung. Die ersten 11 Meilen kosteten uns 1 1/2 Stunden und bei einem  kleinen Ausflug auf den Randstreifen sah ich uns schon den Abschleppwagen rufen! Irgendwie haben wir es aber dann doch in insgesamt 10 Stunden Fahrt nach Hause geschafft! Cody hat sich wohl noch einmal zusammengerissen. Für Nina geht es jetzt hier wohl erstmal in die Werkstatt und für uns heißt es Daumen drücken, dass es vielleicht doch nicht das Getriebe ist und Nina nun weder eine dicke Reparatur bezahlen muss, noch den Wagen nicht wie geplant wieder los wird! Das wäre echt zu ärgerlich!

Trotz Codys Zickereien war es aber alles in allem ein toller Trip, wenn ich auch noch immer der verpassten Partynacht hinterhertrauer! Las Vegas ist einfach eine super durchgeknallte, verrückte Stadt, die mehr einem riesengroßen Spielplatz gleicht und irgendwie total irreal ist…! Einen Besuch ist sie auf jeden Fall wert! Jetzt, nachdem ich das ganze Spektakel mal erleben durfte…und dann noch in Kombination mit Natur Pur beim Grand Canyon…kann ich mich glücklich und zufrieden zurücklehnen und mich über das spannende, wenn auch wirklich anstrengende Wochenende wie ein Schneekönig freuen!

So, nachdem ich mich mit diesem Bericht nun erfolgreich davor gedrückt habe, mal so langsam für mein Midterm am Donnerstag zu lernen, muss ich mir jetzt wohl oder übel mal meine Unterlagen schnappen! Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Bericht ein bisschen was von meinem Wochenende mitbringen und ich sag nur „Vegas, BABY!“…

Eure Kathrin

Fiesta

August 12, 2009

Bevor es morgen Nachmittag nach meiner Vorlesung für 5 Tage nach Las Vegas geht (genau zum richtigen Zeitpunkt, denn seit Sonntag will mich das Wetter wohl irgendwie schon mal auf den deutschen Herbst vorbereiten), hier noch kurz meine letzte Woche:

Montag: Downtown Shopping und Gammelabend mit Denise

Dienstag: Sushi und Vegas-Planung mit Marle und Nina

Mittwoch: Downtown und (mehr oder weniger spärliches) BBQ bei Jaymes

Donnerstag: Strand und abends Wein und Feuerchen bei Alex und seinen Mitbewohnern im Garten

Freitag: Camarillo Outlet Center und Party in IV

Samstag: Fiesta!!!

Bevor es in die Stadt zur Fiesta (großes Hispanic Festival downtown) ging, haben wir uns mal wieder bei Nina getroffen und uns bei knallender Mittagssonne mit André, einem 3$ Champagner, Freundschaft geschlossen! Für den Preis ein echt leckeres Kerlchen ;-). In bester Laune haben wir uns dann von Leslie, die netterweise den Chauffeur gespielt hat, in die Stadt bringen lassen, in der schon ganz gut was los war! Nach einem erfolglosen Spaziergang zum Strand herunter (wo es statt Livemusik nur einen kitschigen Kunstmarkt gab) und mexikanischem Essen gegen den aufkommenden Hunger, haben wir schließlich in einer Bar einen Tisch ergattert und den Rest des Nachmittags mit Nachos, Margaritas, Bier, Tequila und Konfetti-Eiern verbracht! Irgendwann hat es uns dann aber auch gereicht und da abends  in den Bars und Clubs ohnehin ein saftiger Eintritt fällig gewesen wäre, haben wir uns es gegen frühen Abend lieber wieder bei Nina auf der Couch gemütlich gemacht. Da die Nacht aber noch jung war, haben wir uns gegen 11 entschieden, noch durch IV zu ziehen und uns auf die Suche nach einer Party zu begeben. Leider waren wir etwas zu spät dran, denn wie fast immer waren die Cops pünktlich um Mitternacht zur Stelle, um dem ganzen Spaß ein Ende zu machen. Naja, nichtsdestotrotz ist es ein lustiger, aber auch anstrengender Tag gewesen, sodass eigentlich gar nichts dagegen hatte, relativ früh in mein Bettchen zu kommen.

Sonntag: Strandtag am Butterfly Beach

Für den Sonntag hatten wir es uns dann einen wunderbar entspannten Strandtag am Butterfly Beach ausgemalt…schlafen, in der Sonne braten, ins Meer springen, noch mehr schlafen…der perfekte Sonntag eben. Dummerweise hatte keiner geahnt, dass uns ausgerechnet das eigentlich super verlässliche Wetter einen Strich durch die Rechnung machen wollte. Nach zwei Stunden am Strand und vergeblichem Bitten und Betteln Richtung Sonne, haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht und sind stattdessen in Ninas Hot tub gestiegen. Trotzdem hat sich der Strandtag gelohnt, denn nach mehreren Seerobben (heute hätte ich einer kleinen Seerobbe beim Laufen am Strand…ganz in Gedanken…fast das Gesicht eingetreten…oh mann, wie ich mich erschrocken habe!!!) haben wir endlich einmal ein paar Delphine gesehen! Das war vielleicht ein Glücksgefühl! Wie kleine Kinder haben wir jedes Mal aufgeschrien und in die Hände geklatscht, wenn die Delphine wieder einen bilderbuchreifen Sprung hingelegt haben! Wirklich toll! So gesehen, hat sich der Ausflug an den Strand also doch auf jeden Fall gelohnt!

Das war also meine letzte Woche in Kurzform! Nächste Woche bekommt ihr dann in aller Ausführlichkeit meinen Las Vegas Bericht! Außer natürlich, ich mache Millionen und kann euch alle zu mir einladen ;-)…

Viele liebe (und leider diesmal gar nicht sooo sonnige) Grüße,

Eure Kathrin

Halbzeit in Santa Barbara

August 5, 2009

Hallo Ihr Lieben,

wieder einmal verspätet bekommt ihr das 1 1/2 wöchentliche Update! In der letzten Woche standen also die Finals an. Ich muss zugeben, dass ich noch nie eine entspanntere Prüfungsphase erlebt habe. Es sich mit seinen Unterlagen auf dem Campus in der Sonne gemütlich zu machen, dabei einen leckeren Kaffee schlürfen und natürlich seine Mitschriften (mehr oder weniger konzentriert) durchzugehen…wenn das kein Luxus ist, dann weiß ich auch nicht! Ehrlich gesagt muss ich aber sagen, dass ich es fast ein wenig vermisse, intellektuell herausgefordert zu werden. Das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber es ist doch schon jedes Mal ein gutes Gefühl, wenn man daheim nach vier Wochen Lernstress die Prüfungen gut hinter sich bringt und richtig stolz auf sich sein kann! Naja, so weit die Theorie…wenn ich jetzt wählen könnte zwischen Prüfungsphase in Münster und Santa Barbara…ihr könnt euch wahrscheinlich denken, dass ich nicht eine Sekunde zögern und mich natürlich für die SommerSonneSonnenschein-Variante entscheiden würde :-)! Habe die erste Session dann auch erfolgreich abgeschlossen und ein A und sogar ein A+ abgesahnt! Bin dementsprechend zufrieden mit mir und dem Rest der Welt. Wenn ich euch jetzt erzähle, dass die zweite Session nochmal eine Spur entspannter (ja, das geht noch) wird, dann drehen mir zumindest die Fließigen und hart Arbeitenden unter euch vermutlich den Hals um ;-). Da ich in der Session B nur einen Kurs belege, sieht mein Studenplan wie folgt aus: Educational Psychology, Montag bis Donnerstag, jeweils von 2.00 bis 3.05! Puuuuh, ganz schön anstrengend, oder? Ein bisschen plagt mich aus diesem Grund auch das schlechte Gewissen, sodass ich (zumindest heute noch) ganz gewissenhaft 2 Stunden lang meine Readings gelesen habe!

Da mein letztes Final schon am letzten Mittwoch um 11 Uhr vorbei war, habe ich meine „Miniferien“ genutzt und bin am Donnerstag Mittag mit meinen Roomies Pam und Nidia nach LA gestartet. Um dem schlimmsten Feierabendverkehr zu entgehen, haben wir (nach erfolgreicher Taco Bell Suche…ich kann euch nur das Crunched Wrap empfehlen!!!) in Malibu eine schöne Strandpause eingelegt. So ganz ließ sich der Stau leider trotzdem nicht vermeiden, sodass es uns noch fast ein Stündchen gekostet hat bis wir abends bei Pam zu Hause in San Pedro eingetroffen sind. Ein eigenes sauberes und schön eingerichtetes (dazu noch kostenloses) Zimmer konnte dann doch irgendwie ein bisschen mehr als ein Gammel-Hostel am Hollywood Boulevard. Abends wollten wir uns dann „Public Enemies“ im Kino anschauen, mussten vor Ort aber feststellen, dass die Internetseite uns ein falsches Versprechen gemacht hatte und die letzte Vorstellung schon in vollem Gange war. Kurzerhand haben wir uns dann entschieden, uns stattdessen bei Johnny Rockets einen leckeren Milchshake zu gönnen, nach wenigen Minuten dann aber doch noch einmal umgeplant und einem McSundae den Vorzug gegeben. Haben uns dann ein nettes Strandplätzchen entschieden und dort noch eine Privatvorstellung eines kleinen Beziehungsdramas miterleben dürfen…definitv unterhaltsamer als jeder Kinofilm :-)!

Am nächsten Morgen haben wir uns in aller Frühe, aber mit einem Shoppingtag in Santa Monica vor Augen, aus dem Bett gequält.  Zu dritt sind wir dann ganz gemütlich durch die wirkliche schöne Fußgängerzone geschlendert und haben es uns gut gehen lassen. Nach 6 Stunden ging es dann (dank des nötigen Shoppingerfolgs) hochzufrieden wieder zurück zu Pam und ab unter die Dusche, denn abends wollten wir endlich einmal zusammen feiern kann. Da Pam noch keine 21 ist, ist das hier in Santa Barbara nie möglich gewesen, aber LA hat den ein oder anderen Underage-Club, sodass dem gemeinsamen Abtanzen nur noch ein erneuter Stau (um halb 11 abend!!!) und die Parkplatzsuche im Weg stand. Irgendwann standen wir dann aber (in einem etwas dubiosen Club) tatsächlich auf der Tanzfläche und konnten die Hüften schwingen. Schon komisch, aber irgendwie kam ich mir mit meinen 21 Jahren seltsam alt vor, denn 80% der Gäste waren dann doch irgendwie zwischen 18 und 19 Jahren alt. Mit vier Blasen unter den Füßen und schmerzenden Knien (die neuen Schuhe lassen grüßen) kam es uns dann aber auch gelegen, dass der Club um 2 Uhr die Schotten dicht gemacht hat. Nach einem kurzen Mitternachtsnack (Pams Mutter hatte diesen hervorragenden Applepie gemacht, dessen Reste dort einfach viel zu verlockend in der Küche rumstanden) sind wir dann gegen halb 4 in unsere Betten gefallen, um noch ein paar Stündchen Schlaf zu bekommen. Da Pam keine Kurse in Session B belegt und erstmal eine Weile in LA bleibt, wollten Nidia und ich nämlich mit dem Zug heimfahren und da Nidia gegen Mittag noch einen Termin hatte, bedeutete das für uns, dass wir schon um 9 Uhr am Bahnsteig zu stehen hatten. Auf der knapp dreistündigen Zugfahrt haben wir dann ein bisschen Schlaf nachgeholt, sodass wir gefühlt ruck zuck zurück in Santa Barbara waren. Den restlichen Samstag habe ich es mir auf dem Sofa mit einem Filmchen gemütlich gemacht und mich erst gegen Abend zu einem Strandlauf und schließlich zu einer neuen Marley House Party aufgerafft habe.

Am Sonntag stand dann ein Nachmittag am Strand und Dinner bei Ninas Mitbewohner auf dem Programm. Chad hatte Marle und mich eingeladen und uns vier (seine Freundin Leslie, Nina, Marle und mich) dann mit einem richtig guten Essen verwöhnt. Alles was wir zu tun hatten, war auf unserem Platz zu sitzen und uns seine vier Gänge schmecken zu lassen. Was für ein Luxus! Artischocke mit Aioli, knuspriges Brot mit getrockneten Tomaten, Mozarella, geröstetem Knoblauch und Karpern, selbstgemachte Gnocchis mit Wodkasauce und schließlich Organgen-Schokotrüffel! Köstlich! Daran könnte ich mich glatt gewöhnen! Im Gegenzug haben wir dann die Küche sauber gemacht…fragt mich nicht, was Chad dort angestellt hat, aber ich habe selten so ein Chaos gesehen. Naja, für dieses unverschämt gute Abendessen hätte ich so einiges getan ;-)…

Am Montag ist dann wiegesagt die neue Session gestartet und bisher geht es mir in meinem Kurs ein bisschen zu langsam voran. Immer wieder wird mir hier bewusst, wie wenig hier doch von den Studenten verlangt wird. Im Vergleich zu dem, was das Studium in Münster fordert, ist das hier echt gelacht! Aber gut, besser als wenn ich mich hier total überfordert fühlen würde!

Jetzt gleich kommt Nina Marle und mich mit ihrem neuen Auto (sie bleibt noch bis Dezember und ist seit letzter Woche stolze Besitzerin eines alten Toyotas!!!) zum Wasser kaufen, Sushi Essen und anschließender Vegas-Planung abholen!

So, dann lasst es euch mal ähnlich gut gehen! So langsam fehlt ihr mir daheim und ich kann mich schon wieder ein bisschen auf zuhause freuen :-)!

Viele liebe und (wie immer) sonnige Grüße,

Eure Kathrin

IV, LA und überhaupt…

Juli 25, 2009

Hey ihr Lieben,

kaum zu glauben, aber es sind schon wieder zwei wochen vorbei…wo ist die zeit geblieben? ich weiß es nicht! nach erfolgreichem paper und midterm als klassenbeste war die vorletzte woche im wahrsten sinne des wortes entspannt, denn donnerstag stand morgens in sport and exercise psychology eine stunde an, in der wir verschiedene entspannungstechniken erprobt haben („it is really no problem if you fall asleep“). was will man mehr!

auch sonst war in dieser woche richtig was los: montag und dienstag abend beerpong und flipcup, mittwoch mit nina, marle und meinen drei mitbewohnerinnen in den neue harry potter (bei dem wir wirklich mit dem britischen akzent zu kämpfen hatten), donnerstag wie immer downtown zum tanzen und freitag abend dann party hier in IV.

ich weiß gar nicht, ob ich euch schonmal beschrieben habe, wie so ein partyabend hier in IV aussieht. gestartet haben wir mit einem abschiedsbarbeque, weil eric nächste woche zum auslandssemester nach ghana fliegt. gegen 10 sind wir dann zum „Bob Marley House“ gelaufen (ja, in IV kann man abends noch schön zu Fuß losziehen), wo ein DJ vom Balkon aus einen ganzen vorgarten voller leute zum tanzen gebracht hat. da wir einen der bewohner kannten, war uns sogar der zutritt ins haus und auf den balkon gestattet, VIP bereich sozusagen :-). dort auf dem balkon stehend, das meer und eine wildtanzende menschenmenge vor sich, merkt man mal wieder, wie gut es einem geht! gegen 12 ging es dann weiter zum „Sbow Club“, ein paar häuser weiter, ebenfalls zur partylocation für diesen abend umfunktioniert. dort kam alex dann auf die glohrreiche idee, die schränke auszuräumen. also haben wir wassereis und müsliriegel gefuttert und zusätzliche erdnussbutter und bohnen in unseren taschen gebunkert. mit unseren errungenschaften sind wir nach einer weile dann richtung trigo gezogen, wo jaime sein apartment zur verfügung gestellt hat. ja, und zu guter letzt war dann noch eine gute portion mexikanisch (die amerikanische variante des partydöners) bei freeb!rds (natürlich 24 stunden geöffnet) angesagt. insgesamt war dies ein richtig toller abend, nur zu dumm, dass marle, nina und ich am nächsten morgen in aller frühe richtung LA fahren wollten. dementsprechend war es wohl nicht die cleverste entscheidung, bis 3 uhr nachts durch IV zu tingeln.

naja, mit kleinen augen, einem kaffee und guter laune konnte unser LA trip dennoch beginnen! ohne stau und (fast) auf direktem wege standen wir dann auch 1 1/2 stunden später vor unserem luxus hostel. direkt am hollywoodboulevard super zentral gelegen, dafür im 8-bett zimmer bei gefühlten 100°C, mit klebeband zusammengetapten hochbetten, die bei der noch so kleinsten bewegung die tollsten geräusche von sich gegeben haben! naja, für eine nacht sollte es wohl auszuhalten sein! nachdem wir also unsere sachen verstaut hatten, waren wir froh, wieder in unser gut klimatisiertes auto zurückzudürfen, denn LA war vor allem eins: zu heiß! mit hilfe der etwas dürftigen karten im lonelyplanet wollten wir uns dann zunächst einmal beverly hills anschauen. ich trau mich kaum zu erzählen, dass es uns fast zwei stunden gekostet hat bis wir ins eigentlich nur zwei bis drei straßen entfernte beverly hills gefunden haben. wie wir das geschafft haben? keine ahnung! auch nachdem wir uns an einer tanke eine ordentliche straßenkarte zugelegt haben, waren wir nicht westentlich erfolgreicher. letztendlich sind wir glaube ich so ziemlich jede ecke von LA abgefahren :-)! in beverly hills sieht man dann vor allem gärten und zäune, von den eigentlichen villen eher weniger. dennoch war es ganz lustig zu wissen, wo welcher promi gerad vielleicht an seinem pool liegt oder auf dem klo sitzt! die fahrt zum hollywood sign hat dann doch etwas besser geklappt, sodass wir auch hier unsere touri fotos schießen konnten! da uns zum ausgehen abends noch das richtige schuhwerk fehlte, musste anschließend (wohl oder übel) noch eingekauft werden. zurück auf unserem zimmer, auf dem man es kaum aushalten konnte, ohne wegzufließen, wollten wir dann nur ein ganz kurzes schläfchen einlegen. ihr könnt euch denken, wie das geendet hat! erstens haben wir zu lange geschlafen, zweitens waren wir danach noch müder und drittens wurde nichts mehr aus der clubbing nacht. stattdessen sind wir mehr oder weniger gammelig und auf der suche nach etwas essbarem im hooters ein paar häuser weiter gelandet, bei cola und salat fast im sitzen eingeschlafen und anschließend in unsere quietsche-betten gefallen! umso frischer (ähh zumindest halbwegs) haben wir uns am nächsten morgen dann den hollywoodboulevard noch einmal bei tageslicht angeschaut und uns anschließend auf den weg zum venice beach und nach santa monica gemacht. am strand war die hitze gott sei dank etwas erträglicher, sodass wir ein bisschen herumschlendern und uns alles anschauen konnten. venice beach ist ehrlich gesagt weniger spektakulär und könnte auch ein beliebiger mittelmeerstrand in südfrankreich sein, aber santa monica ist wirklich ganz nett und sicherlich ein zweiter besuch wert. gegen frühen abend sind wir dann den highway #1 richtung und durch malibu zurück gefahren und haben bei tiefstehender sonne den traumhaften blick auf die küste genossen. für mich war diese rückfahrt eines der highlights, ihr könnt euch nicht vorstellen, wieviele glückshormone  so ein wunderbares panorama ausschüttet. bei passender musik (californication, hotel california, california, und und und) haben wir mal wieder festgestellt, wie gut es uns hier geht und wie dankbar wir sind, hier sein zu dürfen!

die darauffolgende woche war dann eher ruhig, außerdem wollte mein final paper geschrieben werden. dienstag haben marle, nina und ich uns an lasagne versucht und sowohl bei der bechamel sauce versagt als auch die lasagne im ofen vergessen, sodass wir schließlich einen halbwegs vertrockneten nudelauflauf vor uns hatten. das muss auf jeden fall wiederholt und besser gemacht werden. am donnerstag habe ich dann noch einmal spontan besuch von isi und simon, ihrem freund, bekommen, die auf der durchreise nach san diego zwei nächte hier bei mir verbracht haben. war echt schön, isi noch einmal zu gesicht bekommen und simon kennenzulernen. am freitagabend habe ich mich dann erst so richtig lecker bekochen lassen (süßkartoffeln mit fleisch und salat mit feta, oliven und gurken) und im gegenzug sind die zwei anschließend in den genuss einer ähnlich guten IV-partynacht wie der in der vorwoche gekommen! jetzt liegen wir noch alle halbwegs müde im bett und ich bin gespannt, ob der angekündigte handwerker, der unser komplettes badezimmer machen soll, noch auftaucht. ehrlich gesagt wär ich nicht traurig, wenn er nicht kommt, denn auf einige tage ohne klo und dusche bin ich weniger scharf.

ich habe übirgens eine tolle neue joggingstrecke ausfindig gemacht, die direkt am strand entlangführt und bei der das joggen fast spaß machen würde, hätte ich denn jemanden, der mir gesellschaft leisten würde! aber immerhin habe ich in der letzten woche aus nächster nähe zwei kleine seehunge gesehen, was mich für den rest der strecke so euphorisch gestimmt hat, dass ich fast geflogen bin ;-).

so langsam fängt mein magen an zu knurren, ich werde mir also mal mein müsli zaubern! ich halte euch auf dem laufenden! nächste woche ist schon die erste session vorbei…kann bitte jemand die zeit anhalten? so langsam freu ich mich aber auch ehrlich gesagt schon wieder ein kleines bisschen auf zuhause!

schicke euch liebe grüße!

eure Kathrin

Kam ein Sandwich geflogen…

Juli 14, 2009

Hallo Ihr Lieben,

nach einem Aha-Effekt heute morgen auf dem Fahrrad zur Uni (gibt es was herrlichers als bei strahlendem Sonnenschein morgens zur Uni zu radeln?),  in dem ich mal wieder daran erinnert wurde, was für ein wunderbares Leben ich hier im Moment führe, habe ich mein kleines Wochenendtief nun wohl endgütlig überwunden und bin heute wieder bestens gelaunt.

Wie ihr schon rausgehört habt, war mein Wochenende nicht ganz so prickelnd, was wohl hauptsächlich damit zu tun hatte, dass um mich herum alle Leute (aus den verschiedensten Gründen) ausgeflogen waren und ich mehr oder weniger 2 1/2 Tage für mich allein hatte. Im Grunde ist so ein bisschen Zeit für sich ja auch was tolles, das habe ich mir auch immer wieder versucht einzureden, aber zwischendurch habe ich mich dann doch irgendwie einsam und nicht so gut gefühlt. Naja, ich habe versucht, aus meinem Wochenende das Beste zu machen und am Samstag einen ganz entspannten Strandtag eingelegt. Leider war dieser Strandtag wohl einen Ticken zu lang, denn beim Blick in den Spiegel zuhause musste ich feststellen, dass ich es mal wieder geschafft hatte, mich in den unmöglichsten Mustern zu verbrennen (jaja, ich hätte mich beim letzten Eintrag nicht so sehr selbst loben dürfen). Bauch, Rücken und die linke Gesichtshälfte knallrot, am Hals die künstlerischsten roten Flecken und am Rücken ebenfalls ein lustiges gepunktetes Muster. Na bestens! Dementsprechend hat mir auch mein ganzer Oberkörper weh getan, sodass ich abends nicht mehr aus dem Haus bin, sondern mich in Aloe und meinen Bademantel gehüllt habe.

Für Sonntag hatte ich mir überlegt, eine kleine Fahrradtour zu machen. Nachdem es mich fast eine Stunde gekostet hat den richtigen Ausgangspunkt zu finden, bin ich dann auch durch richtige schöne Gegenden geradelt, habe mir downtown einen großen und super leckeren Smoothie gegönnt, bevor es wieder gen Uni ging. Insgesamt war ich so um die 5 1/2 Stunden unterwegs, was wohl nicht nur an mehreren gemütlichen Pausen lag, sondern auch damit zu tun hatte, dass mein Beachcruiser für Strecken, die länger als 10 Minuten sind, weniger gut geeignet ist. Tja, und da ich natürlich ein riesengroßer Glückspilz bin, habe ich auf meiner Tour drei mal (!!!) meinen Professor aus einem meiner Kurse getroffen. Beim ersten Mal konnte ich einer Konfrontation noch knapp entkommen (genau im richtigen Moment ist er von seinem Fahrrad abgestiegen, um irgendwelche Bekannten zu begrüßen), aber wenig später wurde ich dann doch zu ein wenig Smalltalk gezwungen. Ja, und nun dürft ihr mal raten, wo der gute Mann sich seinen Erfrischungstrunk geholt hat….genau, im gleichen Laden wie ich. Gut, dass es downtown nicht gefühlt 4z9840 Möglichkeiten gibt, sich etwas zu trinken zu kaufen. Nun denn, da ich ihn wirklich mag war das Ganze nicht wirklich so dramatisch wie ich es nun geschildert habe.

A propos Fahrrad…als ich am frühen Freitagabend auf meinem Fahrrad nach Hause fahre, werde ich ganz plötzlich feste am Hals getroffen. Gut erschrocken und im ersten Moment einfach nur froh, dass ich nicht vom Fahrrad gefallen bin, dreh ich mich um und sehe auf der Straße ein dickes, fettes Sandwich liegen. Und da habe ich auch schon den Geruch von Mayo und Zwiebeln in meiner Nase, die mir am Haaransatz kleben. Ich glaub, es gibt kaum eine Situation, in der ich mir blöder vorkam. Zu wissen, dass nun irgendwo um mich herum jemand  sitzt und sich wahrscheinlich schlapp lacht, ist nicht wirklich das beste Gefühl und fast schlimmer als irgendwelche Sandwichreste am Hals. Völlig perplex bin ich einfach weitergeradelt (was blieb mir auch anderes übrig) und habe mich gewundert, wer sein gutes Sandwich wohl für so eine „witzige“ Aktion opfert.

Springen wir mal zurück in die letzte Woche. Die fing wirklich miserabel an, denn mich hatte eine kräftige Erkältung erwischt und ein Gerstenkorn am Auge hat auch nicht wirklich zu meinem Wohlbefinden beigetragen. Am Montag und am Dienstag habe ich mich dann also mehr oder weniger durch den Tag geschleppt, aber Gott sei Dank ging alles schnell vorbei und ich fühl mich jetzt schon wieder komplett fit. Während ich nur die typische Erkältung hatte, lag Nina zwei Tage mit Fieber im Bett und wenige Tage später hatte sie auch ihren Mitbewohner angesteckt. Wie sich herausgestellt hat, soll dieser nun die Schweinegrippe gehabt haben, weshalb es wahrscheinlich ist, dass auch Nina eine abgeschwächte Form gehabt hat….ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Irgendwie erinnert es mich an meine zwei Malaria Diagnosen in Kenia, die ja letztenlich auch nur der größte Unsinn waren…vielleicht ist die ach so böse Schweinegrippe aber auch einfach gar nicht so dramatisch, wie die Medien sie dargestellt haben und die beiden waren tatsächlich betroffen. So lange hier nun nicht der Reihe nach alle erkranken, soll es mir eigentlich egal sein…

Wenn man die beiden Universitäten miteinander vergleicht, so fallen einem schon deutliche Unterschiede auf. Während die CSUEB ein buntes Mischmasch aus African American, Asian American, Latinos sowie White American war, ist das Bild an der UCSB trotz immer noch riesiger Diversität schon deutlich homogener. Hier findet man mehr Amis, die unserem Stereotyp entsprechen und zusätzlich viele Latinos, insbesondere Chicanos, kaum aber African oder Asian American. Außerdem lassen Unterschiede in Gewicht und Kleidung  deutlich die sozio-ökonomischen Unterschiede der Einzugsgebiete beider Universitäten erkennen. Das mag alles platt klingen, ist aber tatsächlich kaum zu übersehen.

Mit dieser fachmännischen Analyse 😉 verabschiede ich euch nun auch schon wieder…

Schicke euch viele liebe Grüße,

eure Kathrin

Endlich Juli!

Juli 7, 2009

Hallo Ihr Lieben,

zunächst einmal muss ich ganz tief seufzen und loswerden, dass ich hier mit verstopfter nase, brennendem hals und geschwollenem auge sitze und ganz schwer leidend bin. nein, so schlimm ist es wahrscheinlich gar nicht, aber ihr wisst ja wie das ist, wenn man sich eigentlich nur matschig und benebelt fühlt. und nein, ich habe mich nicht geprügelt und bin auch nirgendwo gegen gerannt, sondern habe lediglich ein gerstenkorn im auge, was sich für mich aber ganz merkwürdig anfühlt und mein unwohlsein noch verstärkt. naja, genug gejammert…es gibt schließlich auch gute nachrichten:

der june gloom ist vorbei (so wie es sich für anfang juli auch gehört) und wir haben können nun schon am frühen morgen in einen strahlend blauen himmel blicken und die sonne begrüßen. herrlich! die sonne ist schön warm und es weht immer ein angenehmes lüftchen, sodass man es echt gut aushalten kann und nicht vor lauter schwüle ganz gelähmt ist (was euch ja bekannt vorkommen dürfte). wärmer muss es gar nicht mehr werden, so kann es meinetwegen bleiben! gebe nun auch immer gut acht auf meine haut und kann stolz berichten, dass ich seit den letzten heftigen verbrennungen sonnenbrandfrei bin :-).

DAS ereignis der letzten bzw. vorletzten woche war ohne jede frage der tod von michael jackson. die neverland ranch ist ja direkt um die ecke und auch das krankenhaus in LA ist nicht wirklich weit entfernt. ihr könnt euch also vorstellen, was hier losgewesen ist. wie ein lauffeuer hat sich die nachricht verbreitet und ich kann nicht sagen, wie oft ich an dem kommenden wochenende thriller, black and white oder billie jean gehört habe. egal ob in den clubs oder bars, ob in den vorgärten in IV, in den geschäften oder im radio und fernsehen…michael jackson lief unermüdlich rauf und runter! mittlerweile hat es sich (zum glück) wieder etwas beruhigt und da unser kabelfernsehen gerade nicht funktioniert „muss“ ich wohl auch auf die nonstop-berichterstattung seiner beerdigung verzichten.

wenn ich darüber nachdenke, was mein persönliches highlight der letzten woche gewesen ist, dann war das wohl der independence day am samstag. gegen mittag haben wir uns bei nina getroffen, die mit zwei amerikanischen pärchen zusammen wohnt, und uns mit „beerpong“ und „kingscup“ aufgewärmt und auf den abend eingestimmt. ich weiß nicht, ob ich das schonmal geschrieben hatte, aber ganz IV ist verrückt nach „beerpong“. mit einem tischtennisball wird im doppel versucht, die in einer pyramide aufgebauten becher (natürlich mit bier gefüllt) der gegner zu treffen, natürlich mit dem einzigen ziel, so schnell wie möglich betrunken zu werden. ehrlichgesagt kann ich diesen hype nicht ganz nachvollziehen, weil ich das spiel nicht sonderlich spannend finde, aber naja…hier ist wiegesagt jeder auch noch nach dem 2948024. beerpongmatch feuer und flamme und man findet kaum ein appartment, das keinen beerpongtisch besitzt (ähhm ja, wir sind eine dieser ausnahmen). zurück zum independence day: gegen abend sind wir dann mit dem bus richtung downtown gestartet und haben schön gemütlich am strand auf das feuerwerk gewartet. der strand war schon ganz gut gefüllt und überall saßen grüppchen und familien mit gut gefülltem picknickkorb oder grill. dummerweise hatten wir bei dem schönen wetter tagsüber nicht daran gedacht, dass es abends ziemlich abkühlt und in unseren kurzen hosen und dünnen oberteilen dann mächtig gezittert und uns das feuerwerk herbei gesehnt. schade eigentlich, denn so konnten wir nicht richtig die wirklich tolle atmosphäre genießen. das warten hat sich dann aber gelohnt, denn das 20minütige feuerwerk war superschön und so nah, dass es jedes mal den anschein machte, als ob ein goldregen auf uns herabrieselte. alles natürlich begleitet von der patriotischsten amerikanischen musik, die ihr euch vorstellen könnt. nach dem feuerwerk haben dann alle leute fluchtartig den strand verlassen und sind die abgesperrte statestreet hinaufgelaufen. um uns nicht zu verlieren, haben wir also eine lange schlange gebildet und uns von der menge mitziehen lassen. unglaublich, wo auf einmal die ganzen menschen herkamen. irgendwie herrschte eine ganz besondere stimmung und es war ein unbeschreibliches gefühl mit der menschenmasse die beleuchtete state street hoch zu laufen. entgegen meine erwartungen, nun die ganze nacht auf ein taxi zu warten, haben wir recht zügig zwei cabs erwischt und dann den abend bei nina mit einigen partien „kingscup“ und jeder menge gelächter und guter laune ausklingen lassen.

nina hat übrigens nicht nur tolle mitbewohner, sondern auch einen hot tub, den wir in der letzten woche direkt mal ausgetestet haben. unter dem sternenhimmel in einem schön heißen whirlpool zu sitzen ist auf jeden fall nicht die schlechteste abendgestaltung. noch so eine sache, an die ich mich gewöhnen könnte.

aber auch wenn ich keinen whirlpool daheim habe und auch nicht ninas mitbewohner (was irgendwie sinn macht, denn sonst wären es ja meine), bin ich noch immer hochzufrieden mit meiner wohnsituation. am letzten mittwoch habe ich mit nidia und pam einen kochabend eingelegt. mit unserem selbst zubereiteten mahl haben wir es uns dann auf der couch gemütlich gemacht und ein filmchen geschaut, bevor wir der reihe nach pappsatt weggeduselt sind. heute wird zum ersten mal mein roomie hier übernachten und auch wenn sie ebenfalls sehr nett ist, hätte ich ehrlichgesagt nichts dagegen, wenn sie von meinem geröchel diese nacht so genervt ist, dass ich mein zimmer morgen abend wieder für mich habe. ja, doppelzimmer sind schon etwas anstrengend…da lob ich mir doch mein 10qm großes reich in münster :-).

morgen steht mein erstes quiz an und da ich mich im vorfeld nun nicht wirklich überarbeitet habe, hoffe ich mal, dass es keine böse überraschung gibt. donnerstag folgt dann das midterm und dann will noch ein paper bis anfang nächster woche geschrieben werden. das klingt nun wahrscheinlich nach mehr arbeit als es wirklich ist, habe meinen rhythmus inzwischen gut gefunden und versuche die lesesessions nach draußen oder an den strand zu verlegen, sodass es mir fast wie freizeit vorkommt.

so, das war es nun erstmal wieder von mir. wenn ich morgen wieder fit bin, steht eine runde soccer auf dem programm…ansonsten werde ich noch einmal einen ruhigen tag einlegen oder vielleicht downtown ein bisschen bummeln gehen.

wie immer schicke ich euch jede menge sonnenstrahlen,

eure Kathrin

…und es geht schon wieder los!

Juni 30, 2009

Heute hat die zweite Uniwoche begonnen und ihr wartet bestimmt schon auf ein Update! Auch wenn ich nur zwei Kurse belege, habe ich im Moment ganz gut zu tun, denn alles, was sonst in 12 Wochen behandelt wird, muss jetzt in ratz fatz in 6 Wochen durchgenommen werden. Habe letzte Woche also schon zwei Paper geschrieben, jede Menge zu lesen gehabt und nächste Woche stehen Quiz und Midterm auf dem Programm. Leider ist auch nicht wirklich Besserung in Sicht, denn jede Woche gibts mindestens ein neues Assignment. Irgendwie schein ich nicht so das rechte Händchen dafür zu haben, mir entspannte Kurse auszusuchen, aber eigentlich bin ich schon ganz zufrieden, mit dem, was ich nach großem Hin- und Hergerenne am Montag und Dienstag nun an Kursen ergattern konnte. Habe nun also viermal in der Woche „Sport and Exercise Psychology“, lässt sich leider nicht anrechnen, aber ist ganz interessant und der Professor ist mir so sympathisch, dass ich mich fast auf den Kurs freue. Mein zweiter Kurs ist „Culture, Development, and Education“ und auch dieser Kurs macht mir eigentlich Spaß. Zudem kann ich ihn mir (hoffentlich) als „Nicht-psychologisches Wahlpflichtfach“ anrechnen lassen…

In der letzten Woche war dann also so viel zu tun, dass ich fast jeden Tag von morgens 9 bis abends um 7 auf dem Campus war. Irgendwie halte ich mich dort aber richtig gerne auf…es ist ein buntes Treiben und überall gibt es nette Sitzecken. Man kann sich jederzeit mit Kaffee versorgen und in der Library in Ruhe sein Paper tippen oder zwischendurch auch einfach ein bisschen im Internet surfen. Und für die Pausen findet man dann auch meistens jemanden, mit dem man die Sonne (wenn sie denn dann da ist) genießen und ein bisschen quatschen kann. A propos Sonne…während ihr wahrscheinlich denkt, dass die sich hier 12 Stunden am Tag blicken lässt, müssen wir meistens bis 2, 3 Uhr auf die liebe Sonne warten und uns vorher mit einem bedeckten Himmel und „lange Hose, Pulli-Wetter“ begnügen. Schuld ist „June Gloom“, ein Zusammenspiel von Bergen und Meer, das irgendwie dafür sorgt, dass es hier vormittags ganz schön wolkenverhangen ist. Das ganze soll sich im Juli nun aber angeblich rasch ändern und dann haben wir hoffentlich Sonne pur! Auch wenn die Sonne also noch ein bisschen Gas geben muss, bin ich hier definitiv im „Bilderbuch-Kalifornien“ angekommen: Die Jungs skaten in Shorts durch die Straßen und gegen Abend strömt ganz Isla Vista mit dem Surfbrett unter dem Arm Richtung Meer…Herrlich! Da wird mir dann immer wieder für einen kurzen Moment bewusst, dass ich in Kalifornien (!!!) bin und dass es mir wirklich schrecklich gut geht!

Die Abende habe ich in der letzten Woche dann entweder mit Nidia und Pam gemütlich vor dem Fernseher verbracht oder aber mit den Mädels und Jungs aus Deutschland. Ich fühle mich hier wirklich sehr gut aufgehoben, denn Nidia und Pam sind super nett und total umgänglich und unkompliziert. Bisher hatte ich sogar das Glück jede Nacht das Glück, ein Einzelzimmer zu haben, da meine Zimmernachbarin entweder im Urlaub, bei ihrem Freund oder ihren Eltern geschlafen hat. Ja, ich freue mich, dass ich die Chance habe, nun für eine Weile mit Amerikanerinnen zusammen zu leben! Und ich bin fast ein bisschen froh, dass hier im Moment nur eine Handvoll Deutsche studiert und ich nicht von 60 Deutschen umgeben bin, wie es wohl im Spring Quater der Fall gewesen ist.

Am Freitag haben wir einen Mädels-Shopping-Tag gestartet! Zum Glück hatten wir bei der Autovermietung einen Pickup angeboten bekommen, denn nach Outlet und Supermarkt war die Ladefläche gerammelt voll mit Tüten, Taschen und Schuhkartons! Hier hat zwar jeder zweite einen dicken, fetten Pickup vor der Tür stehen, aber wir haben uns trotzdem wie die Könige in so einem rieeesigen Auto gefühlt. Man, wie klein ich mir vorkam, als ich das Auto am nächsten Morgen zurück zur Autovermietung gebracht habe! Das muss bestimmt lustig ausgesehen haben…

Donnerstags und Freitags wurde dann auch mal das Nachtleben in Downtown getestet! Da sich alles auf der State Street abspielt (Geschäfte, Clubs, Bars, Cafes) kann man von einer Location zur nächsten hoppen und in einer Bar die Happy Hour austesten, um anschließend ein paar Meter weiter die Tanzfläche zu rocken. Leider ist man auf ein Taxi hin und zurück angewiesen (wenn man nicht gerade einen Pickup zur Verfügung hat), was so einen Abend in Downtown schnell wieder ganz schön teuer macht.

Der Höhepunkt meiner Woche war dann eigentlich der Besuch von Isi und Corinna am Samstag Nachmittag. Die zwei hatten im Anschluss an das Spring Quater einen Roadtrip durch die Nationalparks, Las Vegas und LA gestartet, bei dem Santa Barbara natürlich auch nicht fehlen durfte. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schön es war die zwei wiederzusehen. Nach einem ruhigen Samstagabend (inkl. Laundry) haben wir uns dann am Sonntag zum Shoppen nach Downtown begeben, anschließend am Strand relaxt und abends in Corinnas Geburtstag reingefeiert! Es war richtig toll und ich wünschte, ich hätte die beiden hier behalten können. Aber auch wenn das nicht geht, freue ich mich einfach riesig, dass ich Menschen kennelernen durfte, denen ich mich so verbunden fühlen kann. Ähhm ja, ich glaube ihr könnt dieses Gefühlsgedusel schon gar nicht mehr hören….genug davon!

Irgendwie stehe ich gerade auf dem Schlauch und weiß gar nicht so recht, was ich euch noch erzählen kann. Was wollt ihr denn noch wissen? Ihr könnt mir ja mal ein bisschen auf die Sprünge helfen…also ich warte auf eure Anregungen :-)!

Bis dahin die besten Grüße,

eure Kathrin

Goodbye San Francisco, Hallo Santa Barbara!

Juni 17, 2009

Hey ihr Lieben,

Ja, kaum zu glauben, aber die erste Hälfte ist tatsächlich schon vorbei. Das Spring Quarter ist zuende und ich bin seit Sonntagabend in Santa Barbara. Die Finals in der letzten Woche sind ganz ordentlich gelaufen, warte derzeit noch auf meine Abschlussnoten. Am Donnerstag gab es dann eine richtig dicke Abschiedsparty, bei der es sich der I-House Staff natürlich nicht hat nehmen lassen, ordentlich rumzustressen und sogar die Polizei zu rufen (nein, anscheinend ist es zu viel verlangt, auf ein wenig Verständnis zu hoffen. Wer möchte schon nach der Prüfungsphase und vor dem Abschied noch einmal so richtig feiern?). Zum Glück waren die zwei Cops total gelassen und kamen sich wohl auch etwas lächerlich vor. Nachdem wir uns also für eine Weile auf mehrere Appartments verteilt haben (da nach I-House-Regeln nur 12 Leute pro Appartment erlaubt sind) sind die beiden wieder friedlich abgezogen und die Party konnte (mit einigen weiteren Unterbrechungen) weiter gehen!

Der Abschied am Samstag war dann richtig traurig. Die Leute sind mir echt ans Herz gewachsen und der Gedanke, dass man sich (wenn überhaupt) nur noch sporadisch zu Gesicht bekommt, tat und tut wirklich weh. Ich habe es immer gehasst, wenn es bei Popstars oder Topmodel hieß „Wir sind wie eine große Familie geworden bla bla bla“, aber irgendwie ist da schon etwas dran. Wenn man fast 24 Stunden täglich aufeinanderhängt und zusammen lauter tolle Erfahrungen macht, dann verbindet das einfach unheimlich! Nach viel zu vielen Tränen saßen Corinna und ich dann also in unserem voll bepackten Auto und sind auf dem Highway # 1 Richtung Süden gestartet. Die Strecke führt direkt an der Küste entlang und ist wirklich traumhaft schön. Alle paar Minuten musste also angehalten und ordentlich gestaunt werden. Die Nacht haben wir in Monterey verbracht, sodass wir am nächsten Morgen in aller Ruhe die restliche Strecke zurücklegen konnten. So konnten wir uns auch die Zeit für ein kleines spontanes Mittagsbad in einer wunderschönen Bucht nehmen, obwohl „Bad“ vielleicht der falsche Ausdruck ist, wenn ich mich gerade daran erinnere, wie die Wellen uns den Boden unter den Füßen weggerissen haben. Nichtsdestotrotz haben wir uns wie im Paradies gefühlt und konnten für eine Weile das „Hach, wär das schön, wenn Isi, Corinna und die Jungs jetzt hier wären…“ oder „Weißt du noch als…?“ abstellen.

Mit jeder Meile, der wir uns Santa Barbara genähert haben, ist dann auch meine Anspannung gewachsen. Die Vorstellung, dort noch einmal neu und ganz alleine anzufangen, hat schon für ein mulmiges Gefühl gesorgt. Dazu kam, dass ich mir in den letzten Wochen via Internet ein Plätzchen zum Wohnen hatte suchen müssen. Auch wenn ich ein paar Bilder gesehen hatte (auf deren Grundlage ich mich letztendlich auch entschieden hatte) wusste ich natürlich absolut nicht was und wer mich dort erwartete. War ich froh, dass ich Cori dabei hatte, die mir die ganze zeit gut zugeredet hat. Fast wäre aus der Ankunft in Santa Barbara auch nichts mehr geworden, denn irgendwie war der Tank „ganz plötzlich“ leer geworden und meilenweit keine Tankstelle in Sicht. Aber dem „fast“ könnt ihr entnehmen, dass dann gerade rechtzeitig doch noch eine Tankstelle aufgetaucht ist und vor allem Cori gaaanz tief durchatmen konnte.

Angekommen an meiner Wohnung habe ich dann einen kleinen Schock bekommen, denn was ich vorfand, war ein absoluter Saustall. Schon bereit alles hinzuwerfen und mir ein Hostel zu suchen, wurde ich dann aber aufgeklärt, dass mein Appartment im 1. Stock sei. Was für eine Erleichterung, als ich dort durch die Tür schauen konnte und ein ordentliches und freundlich ausschauendes Wohnzimmer vorfand! Mein Zimmer (leider wieder ein Doppelzimmer…alles andere ist unbezahlbar!) ist zwar richtig klein, aber dafür ist der offene Wohnbereich (Wohnzimmer, Esszimmer und Küche) recht großzügig und eigentlich ganz gemütlich. Ich fühle mich auf jeden Fall schon ziemlich wohl und habe mich bereits mit der Couch und dem riesigen TV angefreundet. Und bevor ich das Highlight vergesse, von meiner Haustür aus kann ich sogar das Meer sehen :-)! Was will man mehr! Um der Frage nach meinen Mitbewohnerinnen vorzubeugen: nein, ich wohne nicht mit Asiatinnen zusammen…es sind waschechte Ami-Mädels! Bisher habe ich nur eine der drei Mädels kennengelernt, aber Nidia macht einen netten Eindruck und hat mich gestern schon ganz lieb an der Uni und hier in Isla Vista, dem Studentenviertel, in dem ich wohne, rumgeführt.

Heute habe ich dann mal auf eigene Faust „downtown“ erkundet. Da ich in Uninähe wohne (wie in MS läuft hier übrigens nichts ohne Fahrrad, in etwa 10 Min bin ich am Campus), muss ich leider einen Bus nehmen, um in die Innenstadt zu kommen, aber das lohnt sich auf jeden Fall. Die Stadt ist superschön, überall kleine Cafes und Geschäfte, viel Grün und ein rundherum mediterranes Flair. Hier punktet Santa Barbara auf jeden Fall schonmal! Habe es mir dann auch richtig gut gehen lassen und bin erst durch die Geschäfte gebummelt, bevor ich mich in ein Cafe gesetzt habe und die tolle Umgebung und meine freie Zeit genossen habe. Morgen findet die erste (und soweit ich weiß letzte) 2-stündige Orientierungsveranstaltung statt und ab Montag geht dann der Kampf um die Plätze in den Kursen los. Da natürlich mal wieder nichts so geklappt hat wie es sollte, muss ich mir tausend Kurse anhören und dann die Dozenten anbetteln, mich aufzunehmen! Weiß noch gar nicht, was ich mit meiner Zeit bis Montag anfangen werde, aber ich bin mir sicher, dass sich etwas finden wird. Außerdem habe ich ja den Strand vor der Tür…blöd nur, dass ich mir am Wochenende einen so heftigen Sonnenbrand geholt habe, dass sich nun auf meinen Schultern kleine Bläschen gebildet haben und ich die Arme kaum heben geschweige denn gescheit auf dem Rücken liegen kann. Da ist noch mehr Sonneneinstrahlung vielleicht nicht so die beste Idee! Ja, ihr seht schon, dass es „Luxusprobleme“ sind, mit denen ich mich hier rumschlage :-). Ich werde mir nun wohl mal etwas zum Abendessen zaubern, auch daran muss ich mich erst gewöhnen. Nach drei Monaten dining commons ist es schon eine Umstellung, mal wieder für sich selbst zu sorgen und sich mit Fragen wie „Was will ich überhaupt essen?“ und  „Was muss ich dafür einkaufen?“ auseinanderzusetzen. Noch so ein Luxusproblem, glaube ich…

Ich drücke euch alle fest und halte euch auf dem Laufenden!

Liebe Grüße und ein paar Strahlen der gerade untergehenden Sonne,

Kathrin